Die Bob-Bahn

Die Bob- und Rodelbahn am Königssee war die erste Kunsteisbahn der Welt und gilt bei Insidern noch heute als eine der technisch anspruchsvollsten Bob- und Rodelbahnen im Weltcup-Zirkus. Eine Fahrt mit dem Rennbob-Taxi auf der Königsseer Bahn ist daher ein besonderes Erlebnis.

Wer mutig ist und eine Herausforderung sucht, sollte sich unbedingt auf dieses einmalige Abenteuer einlassen!

Die Fahrt im Winter

Bobstart
Am Bobstart geht es los. Auch die Profis bei den Weltmeisterschaften starten vom gleichen Platz. Wir verzichten allerdings auf den fliegenden Start, der besonders beim Viererbob sehr viel Training erfordert. Wir setzten uns in den stehenden Bob und wenn die Co-Piloten und der Pilot ihren Sitz eingenommen haben, werden wir von außen angeschoben. Es ist nicht viel Platz im Schlitten. Wir sind bereits am Start voller Bewunderung für die Profi-Bobfahrer, die im Laufen in den schmalen Bob springen und unter enormem Zeitdruck ihren Platz finden müssen. Wir werden leicht angeschoben und fahren noch gemütlich los. Nur das Herz schlägt schnell.

Teufelsmühle
Wir fahren durch die "Teufelsmühle" und kommen nach einer Geraden zum Jugendstart. Noch haben wir nur etwa ein Tempo von 50 km/h drauf, es lässt sich gut am Piloten vorbei sehen auf die bevorstehende "Schlangengrube".

Schlangengrube
Die "Schlangengrube" ist eine zweifache S-Kombination - bestehend aus vier aufeinander folgenden Kurven. Links, rechts, links, rechts geht es hintereinander und wir bekommen einen Vorgeschmack darauf was uns im unteren Teil der Eisbahn noch so erwartet. Mit gut 100 km/h schießen wir nach der "Schlangengrube" durch die lange Gerade - die nicht wirklich gerade sondern leicht gebogen ist - und sehen vor uns eine Wand. Das ist die "Jennerkurve", die uns in das "Turbodrom" - den Kreisel der Bahn - bringt.

Turbodrom - Kreisel
Drei Druckpunkte, an denen der Schlitten steigen möchte und die vom Piloten gekonnt gesteuert werden müssen und nur etwa sechs Sekunden Fahrzeit bei einer 360 Grad Drehung an der senkrechten Wand, kennzeichnen das "Turbodrom". Nach der Ausfahrt aus diesem Kreisel wird es rasant und wild. Wir schlittern rechts und links durch das "Labyrinth", kommen zur "Kehlsteinkurve" und erreichen die "Seekurve", eine Rechtskurve mit zirka drei bis vier "G" Erdbeschleunigung.

Echowand
Wir haben die schnellste Stelle der Eisbahn erreicht. Mit einem Tempo um die 120 km/h brausen wir in die lange Linkskurve. Der Pilot muss hier die Druckpunkte gekonnt steuern, damit er nach der Kurvenausfahrt keine Bandenberührung mit dem Bob bekommt. Ab hier geht es noch zwei weitere Kurven aufwärts, bis ins Ziel.

Ziel
Nach der Echowandkurve wird der Bob bereits wieder langsamer. Es folgen noch die Ziel- und die Zielauslaufkurve, mit den Kurvennummern 15 und 16. Danach heißt es bereits bremsen, wir kommen gemeinsam ins Ziel. Nur gut eine Minute dauert der Ritt im Viererbob durch den Eiskanal und doch sind wir außer Atem und spüren unsere Rückenmuskeln. Ein Wahnsinns-Gefühl, Adrenalin pur!